Nach dem Derby ist vor dem Derby. Am Sonntag konnte der 1. FC Grevenbroich in der Bezirksliga das Nachbarschaftsduell mit dem SV Uedesheim mit 3:2 (Halbzeit 1:2) für sich entscheiden. Am Mittwochabend (Anpfiff 20 Uhr) treffen die beiden Mannschaften im Kreispokalhalbfinale abermals aufeinander.

Für die Südstädter war es der zweite Sieg am zweiten Rückrundenspieltag, während der SV Uedesheim in diesem Jahr noch ohne Punkte ist. Die Mannschaft von Trainer Oliver Seibert konnte sich im Vergleich zur überraschenden 1:5-Niederlage in der Vorwoche beim VdS Nievenheim deutlich verbessern, die Punkte blieben aber auch gegen den Klub aus Neuenhausen aus. „Wir haben eine klare Reaktion gezeigt, trotzdem gehen wir am Ende verdient als Verlierer vom Platz. Obwohl wir in der ersten Halbzeit klar den Ton angegeben haben, waren unsere offensiven Aktionen zu kompliziert“, zog Seibert enttäuscht Bilanz.

Sein Team konnte durch Kevin Block (24.) in Führung gehen, auch auf den Ausgleich von Resul Ahmeti (32.) hatte der SVÜ durch den Treffer zum 2:1 von Felix Frason (42.) eine schnelle Antwort, weshalb die Neusser mit einer knappen Führung in die Pause gingen. „In der Anfangsphase sind wir schwer reingekommen, weil Uedesheim uns gut gestört hat. Unser spielerischer Ansatz hat mir überhaupt nicht gefallen, weshalb die Partie etwas zerfahren war“, stellte Süd-Trainer Christian Niebel kritisch fest.

Auch im zweiten Durchgang war Niebel mit dem Spiel seiner Mannschaft am Ball gar nicht zufrieden, dennoch gelang es Ahmeti, mit seinem zweiten Treffer den Ausgleich zu erzielen. In der Schlussphase machte er seinen Dreierpack perfekt (80.) und sorgte somit für die Entscheidung zugunsten des 1. FC Grevenbroich-Süd. „Wir waren einfach nicht clever und erwachsen genug, weshalb wir die Partie nicht schon im ersten Durchgang zu machen konnten. Grevenbroich hat uns im zweiten Durchgang klar aufgezeigt, dass wir in Sachen Stimmung und Leidenschaft noch Nachholbedarf haben“, sagte Seibert.

Durch die Niederlage ist seine Mannschaft jetzt nur noch drei Punkte vom Relegationsplatz entfernt. Daher sieht der Coach im Pokalduell eine willkommene Möglichkeit für einen Neustart. „Das Spiel kommt zum richtigen Zeitpunkt, weil wir am Mittwoch ohne den Druck des Abstiegskampfes zu spüren, die Möglichkeit haben, unsere Qualität wieder auf den Platz zu bekommen.“

Die Rolle des Cheftrainers übernimmt für den Pokal wie gewohnt sein Co-Trainer Ignacio „Nacho“ Gutierrez, dem es mit seinen Schützlingen in der vergangenen Pokalsaison immerhin gelungen war, den großen Favoriten SC Kapellen aus dem Wettbewerb zu werfen. Seibert erklärt: „Nacho hat mich auch während der Hallenkreismeisterschaft bereits sehr stark vertreten. Er ist eben unser Mann für die Pokalwettbewerbe, das zeigt auch ganz deutlich, wie wichtig er für diese Mannschaft ist.“

Die Südstädter werden es den leicht angeschlagenen Neusser jedoch nicht leicht machen. Der große Ansporn für den 1. FC Grevenbroich-Süd ist das Finale am Ostermontag auf heimischer Anlage in Neuenhausen. Bereits in der abgelaufenen Saison stand der 1. FC im Heimstadion im Pokalfinale gegen Jüchen. „Wir wollen unbedingt wieder ins Finale, dafür müssen wir spielerisch jedoch ein ganz anderes Gesicht zeigen“, betont Niebel.

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