Der SV Uedesheim und der 1. FC Grevenbroich-Süd treffen sich zunächst in der Bezirksliga, dann im Kreispokal.

Am 19. Spieltag der Bezirksliga empfängt der SV Uedesheim den 1. FC Grevenbroich-Süd (Sonntag, 15 Uhr). Beide Mannschaften stiegen in der Saison 2023/24 gemeinsam aus der Kreisliga A auf. Jetzt treffen die beiden Kontrahenten innerhalb von vier Tagen gleich zweimal aufeinander. Nach dem Ligaduell am Sonntag geht’s am Mittwoch (20 Uhr) im Kreispokalhalbfinale erneut gegeneinander.

Für die Teams könnte die Ausgangslage jedoch kaum unterschiedlicher sein. Zum Rückrundenauftakt unterlag der SVÜ überraschend dem Tabellen-16. VdS Nievenheim deutlich mit 1:5, während die Südstädter mit einem 4:1-Sieg gegen Lohausen erfolgreich ins neue Jahr gestartet sind. Der 1. FC Grevenbroich-Süd steht auf dem sechsten Tabellenrang und hat bereits zehn Zähler Vorsprung auf Uedesheim (12.). „Nach unserem gemeinsamen Aufstieg haben die Südstädter die bessere Entwicklung hingelegt. Die Konstanz, die das Team auf den Platz bringt, ist beeindruckend. Trotzdem wissen wir auch, dass wir jeden Gegner in dieser Liga schlagen können“, meint SVÜ-Coach Oliver Seibert.

Uedesheim personell angeschlagen

Die personelle Ausgangslage des SV Uedesheim macht es den Neussern in den anstehenden Derbys jedoch nicht leichter. In der Winterpause verletzten sich nach dem Abgang von Sebastian Lopes beide verbliebenen Torhüter. Stammkeeper Burak Gürpinar, der in der vergangenen Saison mit einer Scharmbeinverletzung ausfiel, wird dem SVÜ nach einem Kreuzbandriss erneut lange fehlen. Aufgrund der Personalsorgen auf der Torhüterposition verpflichteten die Uedesheimer Semih Ödemis, aber auch hinter dem 21 Jahre alten Neuzugang steht vor den beiden Derbys ein Fragezeichen. „Semih ist aktuell krank, daher wissen wir nicht, ob er rechtzeitig fit sein wird. Daher überlegen wir bereits, wie wir auf einen möglichen Ausfall reagieren würden“, erklärt Seibert.

Der 1. FC Grevenbroich-Süd hat in der Liga bereits ein 16 Punktepolster auf einen möglichen Abstiegsrang, weshalb für den Coach das Kreispokalhalbfinale eine ganz andere Bedeutung trägt als die Ligabegegnung. Zum zweiten Jahr in Folge richten die Südstädter das Pokalfinale aus, im ersten Anlauf erreichten sie bereits das Finale, verloren aber gegen Seriensieger VfL Jüchen/Garzweiler. Auch in dieser Saison will der 1. FC wieder um den Titel mitspielen. „Natürlich wollen wir beide Spiele gewinnen. Aber der Kreispokal hat für uns aktuell natürlich einen ganz besonderen Reiz“, berichtet Süd-Coach Christian Niebel.

Anders als Oliver Seibert konnte Niebel mit dem Jahresauftakt seiner Mannschaft sehr zufrieden sein, auch die Tabellensituation macht seine Mannschaft zum Favoriten in den Duellen. „Wir haben uns in den Partien gegen Uedesheim immer schwergetan, auch wenn die Tabelle klar für uns spricht, wissen wir, wie schwer es in beiden Spielen sein wird. Uedesheim wird heiß sein, auf die Auftaktniederlage zu reagieren, weshalb wir dem Druck standhalten müssen“, so Niebel.

Seibert lobt Grevenbroich-Süd

Das Derby ist seitens der Trainer von gegenseitigem Respekt geprägt, Oliver Seibert outet sich sogar als Fan des kommenden Gegners. „Grevenbroich-Süd ist immer unangenehm zu spielen. Und sobald ein Spiel über den Willen ausgetragen wird, ist das Team schwer zu schlagen. Aber neben der herausragenden Einstellung haben die Südstädter eben auch individuell starke Spieler auf dem Platz“, ist Seibert voll des Lobes für den Gegner.

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