Nach Platz sechs in der Saison zuvor läuft es für den 1. FC Grevenbroich-Süd nach dem Wechsel in die Gruppe 1 der Bezirksliga nach Plan. Die Südstädter haben nach der Hinrunde als Siebter bereits einen 13 Punkteabstand auf die Abstiegsränge.
Saisonverlauf Mit sieben Zählern aus den ersten drei Spielen legte Süd einen starken Saisonstart hin, nachdem in der Sommerpause wegen des Abgangs von Botan Melik schnell ein Nachfolger auf der Trainerposition hatte gefunden werden müssen. Dann folgte unter Trainer Christian Niebel, der von A-Ligist SV Schelsen nach Neuenhausen kam, zwar die erste Ergebniskrise, doch im Endspurt der Hinrunde stellten die Grevenbroicher unter Beweis, dass sie es auch mit den Topteams aufnehmen können. Gegen die Mitfavoriten auf den Aufstieg, Sparta Bilk und ASV Mettmann, konnten die Südstädter vier Punkte holen.
Das lief gut Trotz der kurzen gemeinsamen Vorbereitung von Niebel und seinem Team setzte der Coach auf eine Systemumstellung, die zu den Spielertypen seines Kaders passen sollte. „In der Hinrunde haben wir zwischen drei Systemen gewechselt, die die Mannschaft schnell umsetzen konnte. Auch die taktischen Umstellungen während der Partien hat das Team sehr gut umsetzen können“, berichtet Niebel.
Ein wichtiges Ziel des Trainers war es auch, mehr Disziplin in die Mannschaft bringen. Zudem freut er sich über den starken Zusammenhalt innerhalb des Vereins. „Sowohl die erste wie auch die zweite Mannschaft helfen sich gegenseitig immer aus, das zeichnet den 1. FC Grevenbroich-Süd aus“, lobt Niebel.
Das lief schlecht In einer insgesamt gelungenen Hinrunde, in der das Team das Ziel von zwanzig Punkten klar übertreffen konnte, überwiegt das Positive in Neuenhausen. Dennoch sieht auch der Coach noch Verbesserungspotenzial. „Für meinen Geschmack kassieren wir noch zu viele einfache Gegentore, besonders nach ruhenden Bällen sehe ich noch Verbesserungspotenzial“, so Niebel.
Zum Personal Der 1. FC Grevenbroich-Süd hatte in der Hinserie immer wieder mit einem dünn besetzten Kader zu kämpfen, weshalb sich der Verein für die Rückrunde bereits früh auf dem Transfermarkt umschaute. Zur zweiten Saisonhälfte kommen gleich vier Spieler dazu. Vom Düsseldorfer B-Ligisten FC Tannenhof wurden gleich zwei Akteure verpflichtet. Für die Sturmspitze Lindrit Elmazi, für die Defensive Samir Kastanjeva. Neben den beiden jungen Spielern kommt im 35-jährigen Shinji Oba ein landesligaerfahrener Verteidiger vom OSV Meerbusch. Auch der 21-jährige Robin-Oliver Wenschuch hat bereits Bezirksligaerfahrung vorzuweisen. Nach einem halben Jahr bei der SG Orken/Noithausen verstärkt er das Mittelfeld der Südstädter. „Wir wollten uns in allen Mannschaftsteilen verstärken und sind sehr zufrieden mit den vier Jungs, die wir holen konnten. Dennoch schauen wir uns auf der Torhüterposition weiter um“, verrät Niebel.
Ausblick Die Grevenbroicher haben bereits zwei Hallenturniere absolviert. Zum zweiten Mal in Folge gewann das Team den Holthausen-Cup, während im Schorn-Cup nach einer makellosen Gruppenphase im Viertelfinale Schluss war. Nun geht die Vorbereitung mit der Hallenkreismeisterschaft weiter. Danach folgen auf dem Feld noch Tests gegen den 1. FC Mönchengladbach, den SC Elsdorf (beide Bezirksliga) und den VfR Büttgen (Kreisliga A).