Im Halbfinale des Kreispokals Grevenbroich/Neuss setzt sich der 1. FC Grevenbroich-Süd in einem chancenarmen, aber durchaus umkämpften Spiel gegen den SV Uedesheim durch. Im Finale ist der SC Kapellen-Erft zu Gast.

Der 1. FC Grevenbroich-Süd löst das Finalticket im Kreispokal Grevenbroich/Neuss. Die Gäste des SV Uedesheim konnten das in Teilen etwas zu aggressive Partie lange offenhalten. Letztlich war ein Abstauber in der 86. Spielminute infolge einer guten Einzelaktion der entscheidende Treffer des Abends.

Besserer Start für Uedesheim

Der SV Uedesheim hatte mit dem 1. FC noch eine Rechnung offen: Beide Bezirksliga-Duelle gingen an Süd. Entsprechend offensiv starteten die Gäste in diesen Pokalabend. In der ersten Viertelstunde kam der SVU immer wieder vors Tor der Grevenbroicher, allerdings nie wirklich zwingend.

Dann fand der Gastgeber, der sich in der vergangenen Spielzeit im Pokalfinale gegen den jetzigen Oberligisten VfL Jüchen-Garzweiler geschlagen geben musste, immer besser ins Spiel und hatte durchaus Chancen die Führung zu markieren. Ohne viele Highlights ging es für die Mannschaften zum Pausentee, der angesichts des Fritz-Walter-Wetter auf der Grevenbroicher Südanlage gutgetan haben muss.

Sportlich gab es auch in Abschnitt zwei nur vereinzelt Gelegenheiten. Die in Hälfte eins noch sehr moderat wirkende Aggressivität hat sich mit Wiederanpfiff intensiviert, die in Teilen auch mal über die Stränge geschlagen hat. Süd-Trainer Chris Niebel sieht die Vorgeschichte beider Mannschaften als Grund: „Ich fand’s von beiden Seiten tatsächlich ein bisschen drüber. Die beiden Mannschaften mögen sich nicht so sehr. Im Hinspiel und am Sonntag ging es schon genauso zur Sache“, erklärt Niebel.

„Alles in allem war es ein Kampfes- und Willenssieg“

In einer Druckphase der Gastgeber dann der Moment, der bei jedem Süd-Anhänger sichtlich für Erleichterung und Ekstase gesorgt hat. Berkay Köktürk nimmt einen langen Ball auf rechts im Karate-Stil herunter, spielt sich an der Abwehrreihe vorbei, bedient in der Mitte Marcel Hensel, dessen Abschluss von Dustin Gottlebe pariert wird. Der eingewechselte Fatih Yaman (86.) läuft ein und bringt den abgeprallten Ball im Tor unter. Auch Niebel hat nicht den klassischen fußballerischen Leckerbissen gesehen: „Alles in allem war es ein Kampfes- und Willenssieg.“

Im Finale wartet jetzt Landesligist SC Kapellen-Erft, der im Parallelspiel den A-Ligisten SV Rosellen mit 5:0 besiegte. Chris Niebel weiß, auch wenn er da noch nicht in Grevenbroich an der Seitenlinie stand, dass seine Truppe gegen vermeintlich bessere Mannschaften performen kann: „Wir können gegen Höherklassige. Im Derby gegen Kapellen auf der heimischen Anlage werden bestimmt wieder 1000 Zuschauer hier sein. Ich glaube, es wird ein gutes Finale und wir werden alles daran setzen, dass wir größtmöglichen Erfolg zu erzielen.“

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