Der 1. FC Grevenbroich-Süd möchte sich auch in der dritten Bezirksliga-Saison seit dem Aufstieg weiter verbessern. Nachdem die Südstädter zweimal den sechsten Platz belegten, will das Team noch weiter nach oben. Für Trainer Christian Niebel ist es die erste vollständige Sommervorbereitung in Neuenhausen. Er hatte im vergangenen Sommer für Botan Melik (zum KFC Uerdingen) übernommen. Trotz verkürzter Vorbereitung sprang neben dem starken sechsten Platz auch das Kreispokalfinale heraus.

Was ist das Ziel der Vorbereitung? An die gelungene Debütsaison will der Trainer jetzt anknüpfen. Verstecken will er sich mit seiner Mannschaft nicht. „Letzte Saison haben wir uns taktisch manchmal an den Gegner angepasst. In dieser Saison will ich, dass wir dem Spiel unseren Stempel aufdrücken. Wir kennen unsere Qualitäten und darauf müssen wir setzen“, erklärt Niebel. Seine Mannschaft stellte in der abgelaufenen Spielzeit zwar die fünftbeste Offensive der Liga, jedoch kassierte kein Team in der oberen Tabellenhälfte mehr Tore als die Südstädter. „Die Gegentoranzahl war mir zu hoch, daher arbeiten wir daran, stabiler und sicherer zu verteidigen, genauso wie wir am offensiven Anlaufverhalten arbeiten müssen“, so der Coach.

Was lief bisher gut? In den ersten vier Testspielen holte das Team aus Neuenhausen drei Siege und ein Unentschieden. Bis zur ersten Runde im Niederrheinpokal am Sonntag, 9. August (Anstoß 15 Uhr) sind noch drei weitere Testspiele geplant. „Natürlich sagen Ergebnisse in der Vorbereitung wenig aus, aber ich kann auch auf die Leistungen stolz sein. Es ist viel Dampf im Training, zudem haben sich die Neuzugänge schnell in die Mannschaft eingefunden. Ich bin bisher sehr zufrieden“, sagt Niebel.

Was läuft bisher noch nicht so gut? Aus sportlicher Sicht ist der Trainer zufrieden mit der Entwicklung der Mannschaft in der Sommerpause, obwohl aktuell noch einige Leistungsträger verletzt ausfallen. Zudem erlitt Neuzugang Eridon Fazliu einen Bänderriss, weshalb er für noch unbestimmte Zeit fehlen wird. Das erste Saisonspiel bestreiten die Südstädter am Freitag, 14. August (19.30 Uhr), beim Landesliga-Absteiger TuRU Düsseldorf. Für Niebel nicht der optimale Zeitpunkt. „Ich finde es schade, dass der Saisonstart in die Sommerferien fällt. Im Amateursport gibt es viele Eltern mit Kindern, die für ihren Urlaub auf die Ferien angewiesen sind. Das ist für alle Mannschaften nicht optimal.“

Wie präsentieren sich die Neuzugänge? Die Südstädter haben sieben Neuzugänge im Kader. Mit Ardit Maqkaj und Oguzhan Aslan, die beide in die Zweite Mannschaft wechseln, haben nur zwei Spieler das Team verlassen. Niebel ist bisher sehr zufrieden, wie sich die neuen Spieler eingefügt haben. Auf den ersten Blick wirken die Transfers der Ritter-Brüder Kai und Tim nicht wie eine echte Verstärkung, da beide aus der Kreisliga B nach Neuenhausen wechseln. Mit einem Blick auf die Zahlen erkennt man aber schnell, dass die Brüder in der B-Liga unterfordert waren. „Der Unterschied zwischen den beiden Ligen ist sehr groß, auch die beiden haben schon gemerkt, wie anstrengend die Bezirksliga ist. Sie haben auf jeden Fall die nötige Qualität für diesen Sprung“, sagt der Coach.

Was ist drin in der Saison? Nach zwei sechsten Plätzen in Folge ist der Blick der Mannschaft nun ganz klar nach oben gerichtet. Obwohl der Aufstieg laut Niebel kein Thema sein wird, will er oben angreifen. „Wir haben gezeigt, dass wir mithalten können. Ohne unsere Schwächephase vor dem Pokalfinale gegen Kapellen wäre noch mehr drin gewesen. Diese Saison wollen wir uns in die Top 5 vorkämpfen.“

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